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hecate

Hecate

Hier sollte eigentlich ein schlauer, bedeutungsschwerer Spruch über die Weisheit des Lesens stehen, richtig?

Ich wollte lieber einen Witz reißen, aber mir fällt keiner ein. 

""You know that feeling," she said, "when you are reading a book, and you know that it is going to be a tragedy; you can feel the cold and darkness coming, see the drawing close around the characters who live and breathe on the pages. But you are tied to the story as if being dragged behind a carriage, and you cannot let go or turn the course aside.""

Cassandra Clare ~ Clockwork Princess (The Infernal Devices 03)

Don't do this with the Book!

Reblogged from Read a Book:

Ich hatte hohe Erwartungen - alle wurden übertroffen

Dark Destiny - Jennifer Benkau

Ich hatte die Ehre, an einer Vorab-Leserunde zum Buch teilnehmen zu dürfen - vielen Dank an den Script5-Verlag dafür!

 

Nach dem Chivvy wurde Neél von Joys Clan gefangengenommen und gefoltert, ohne dass sie es hätte verhindern können. Als Matthial keine wertvollen Informationen von ihm erhält, schickt er ihn zu Jamies Clan, der ihn gegen Warne bei den Percents eintauschen kann. Wenig später erfährt Joy von Neéls Tod. Sie verlässt Matthial und den Clan, dem sie sich schon lange nicht mehr zugehörig fühlt, um von Jamie zu erfahren, wie Neél gestorben ist.

Auf ihrem Weg hört sie Dinge, mit denen sie nicht gerechnet hätte, macht neue Erfahrungen und Bekanntschaften – positive wie negative.

Doch gerade, als sie ein wenig Sicherheit in ihrem Leben gefunden zu haben scheint, gerät alles ins Wanken, was sie sich mühevoll aufgebaut hat.

 

Seit ich Dark Canopy im April 2012 gelesen hatte, konnte ich das Erscheinen des Nachfolgers kaum erwarten. DC hatte mich begeistert und verzweifelt zurückgelassen. Als ich Dark Destiny auf geschlagen habe, war ich zunächst überrascht – dieses Mal erhaschen wir im Prolog einen kurzen Blick in die Zukunft, eine Zukunft, die Hoffnung macht, aber zugleich voller Sehnsucht ist.

Was mich desweiteren überraschte, war der geringe Umfang des Buches – mit 462 Seiten ist Dark Destiny deutlich dünner als der Vorgänger.

Die Handlung zog mich von der ersten Seite an in den Bann, ich habe das Buch binnen zwei Tagen ausgelesen und hätte gerne noch 100 Seiten weitergelesen.

Das Buch ist mindestens so gut wie der Vorgänger, spannend und so realistisch, dass es wehtut. Joy macht eine unglaubliche Entwicklung durch und wird im Lauf des Buches erwachsen. Auch die anderen Figuren sind glaubwürdig, alles, was passiert, Entscheidungen, die getroffen werden und alle Konsequenzen sind so echt, wie sie nur sein können. Es wird nichts beschönigt, nichts vereinfacht, es ist eine Geschichte, wie das Leben sie schreiben könnte und ich dachte immer wieder „Hoffentlich, hoffentlich schaffen unsere Wissenschaftler nicht so etwas wie die Percents“.

Die Figuren handeln so, wie sie aufgrund ihrer Persönlichkeiten und Hintergründe handeln müssen – deshalb konnte ich bis zum Schluss niemanden wirklich hassen. Nicht einmal Matthial, obwohl ich es wahrhaft versucht habe.

Der Schreibstil ist wunderbar angenehm zu lesen, hin und wieder gibt es wie im ersten Band auch mal etwas zu lachen.

Die Handlung blieb durchgehend unvorhersehbar, aufgrund des Zukunftsausblickes im Prolog kann viel spekuliert werden, aber dann kommt doch vieles anders, als man denkt.

In mancher Hinsicht beweist Jennifer Benkau hier großen Mut – was zu einem großartigen Buch führte, dass in niemandes Fußstapfen tritt, sondern ganz eigene Wege geht.

Das Ende ist besser, als ich befürchtete und gleichzeitig viel trauriger, als mir lieb ist. Ich habe an mehreren Stellen im Buch Tränen vergossen und auch Tage, nachdem ich es beendet habe, lässt es mich nicht los.

Es ist bereits im Februar ein Anwärter auf das Buch des Jahres 2013 für mich.

"Vor langer Zeit kämpften wir um unsere Freiheit.
Und nachdem wir sie gewannen, vergaßen wir sie."

Jennifer Benkau ~ Dark Destiny

In about every book I read

Me whenever one of my favorite characters dies:

Überraschend unterhaltsam

(Warm Bodies) By Isaac Marion (Author) Paperback on (Oct , 2010) - Isaac Marion

Inhalt
R ist ein Zombie. In einer postapokalytpischen Welt leben er und zahlreiche weitere Zombies, darunter M, der so etwas wie sein Freund ist, auf einem verlassenen Flughafen. Sein Tagesablauf besteht in erster Linie aus stöhnend herumstehen und gelegentlich mal ein bisschen Gehirn futtern. Bei einem seiner Jagdausflüge trifft er Julie, deren Freund er gerade (ohne ihr Wissen) verspeist hat. Obwohl er selbst nicht weiß, warum, nimmt er sie mit auf den Flughafen und beschützt sie vor den anderen Zombies. Obwohl er sich an sein menschliches Leben (und den Rest seines Namens) schon lange nicht mehr erinnern kann, versucht er, Julie näher zu kommen und stellt fest, dass irgendetwas Seltsames mit ihm und den anderen Zombies passiert. Da er das Gehirn von Perry, Julies Freund, gegessen hat, trägt er dessen Erinnerungen mit sich herum, die ihm die Menschlichkeit Stück für Stück näherbringen ...
Überschattet wird dies von den "Boneys", den ältesten Zombies, die nur noch aus Knochen bestehen und so etwas wie deren Anführer sind, und den Menschen, allen voran Julies Vater, der fest entschlossen ist, alle Zombies auszulöschen.

Meine Meinung
Das Buch hat mich sehr positiv überrascht. Cover und Titel der deutschen Ausgabe sind so entsetzlich, dass mich das von dem Buch gründlich abschreckte. Ich habe es dann, weil ich den Trailer zum Kinofilm, der dieses Jahr erscheinen wird, recht amüsant fand, auf Englisch als eBook gekauft und gelesen.
Ich hatte etwas anderes erwartet und war höchst angetan von der Geschichte. R, aus dessen Perspektive sie größtenteils erzählt wird, ist ein sehr sympathischer Protagonist, der dem Leser schnell ans Herz wächst. Es gibt einiges zu Schmunzeln, wie zum Beispiel der Alltag der Zombies (and we stood around an groaned for a while ...) oder Rs Versuche, sich mit Julie zu unterhalten, obwohl Zombies nicht mehr als zwei Wörter zusammenhängend herausbringen ... die Handlung ist aber im Grunde ernster, als ich anfangs dachte. Immer wieder stellt sich die Frage, warum es Zombies gibt, wie es dazu kommen konnte, dass die Welt so zerstört ist (es gibt keine Staaten mehr, die Menschen versuchen nur noch, irgendwie über die Runden zu kommen), ob es überhaupt noch einen Sinn hat, weiterzukämpfen und was das "Ende der Welt" eigentlich ist - für die Menschen und die Erde an sich.
Von all dem war ich sehr angetan und die Theorie über den Ursprung der Zombies, die Julie aufstellt (endgültig geklärt wird es nicht), machte mich nachdenklich. Sind wir nicht schon lange Zombies, nur noch mit dem Ziel, reich und erfolgreich zu werden, höher, weiter, schneller und vergessen dabei das eigentliche Leben?

Die Sprache ist angenehm und sehr einfach zu lesen, man kann das Buch auch auf Englisch lesen, wenn man die Sprache nicht soo perfekt beherrscht.

Was mich etwas störte, war, dass Passagen, in denen R Perrys Erinnerungen durchlebte, oft sehr verwirrend waren und man sich manchmal auch fragte, wer eigentlich gerade was erlebt, und der Kitsch, der sich am Ende ein bisschen breitmachte.
Wer Twilight mochte, wird dieses Buch wahrscheinlich auch mögen, wer Twiligt nicht ausstehen kann (wie ich), kann hier auch seine Freude am Lesen haben, denn es ist meiner Meinung nach tausendmal besser.

Deshalb vergebe ich 3,5 von 5 Sternen und freue mich auf den Film.

Eine beängstigende Vorstellung

Er ist wieder da - Timur Vermes

August 2011: Ohne zu wissen, wie und warum wacht Hitler auf einem leeren Grundstück in Berlin auf. Während er sich noch fragt, was er hier tut, wo denn Eva oder Goebbels seien, und warum die Straßen so sauber und friedlich aussähen, muss er feststellen, dass er sich im Jahre 2011 befindet.
Nach dem ersten Schock findet er sich schnell mit seiner neuen Situation ab und beschließt, dass er vom Schicksal ins Jahr 2011 geholt wurde, um sein Reich zurückzuerobern, weil es mit Deutschland in den vergangenen sechzig Jahren gründlich bergab ging.

Während der Lektüre fragte ich mich mehrfach, ob man so ein Buch schreiben dürfe oder solle und ob man es als Leser mögen dürfe. Ich sage: Ja!
Dieses Buch ist erschreckend in seiner Logik und Glaubwürdigkeit. Ich rede nicht von der Vorstellung, dass ein Mann, der seit sechzig Jahren tot ist, auf wundersame Weise wieder zum Leben erwacht, sondern von der Frage, wie viel Einfluss ein Mann wie Hitler heutzutage noch erlangen könnte.
Erschreckend viel, wie man im Verlauf des Buches feststellen muss. Natürlich erkennt im Buch niemand, dass es sich um Hitler höchstpersönlich handelt, und so nimmt ihn zunächst niemand ernst. Schnell jedoch wird er von einer Produktionsfirma entdeckt und macht im Fernsehen Karriere als Kömodiant. Die flammenden Reden, die er hält, werden teils mit Empörung, vermehrt aber mit wachsender Begeisterung aufgenommen …
Was mich an diesem Buch am meisten erschreckte, war nicht die knallharte Gesellschaftskritik – dass das RTL-Nachmittagsprogramm reine Volksverdummung ist, muss einem niemand erst sagen. Stellenweise ist es sehr amüsant, Hitlers Einschätzung des heutigen TV-Programms oder der heutigen Politik zu lesen. Wirklich beängstigend ist die Leichtigkeit, mit der Hitler die Herzen Deutschlands eroberte, wie schnell er seine Ansichten öffentlich verkünden konnte, ohne, dass irgendjemand begriff, was da gerade eigentlich passiert: Dass der vermeintliche Comedian auf der Bühne das, was er sagt, bitterernst meint.
Dabei kam ich jedoch nie in Versuchung, der Hauptfigur Hitler irgendwelche Sympathien entgegenzubringen, denn auch wenn ich herzlich über den „Buffalo-Bill-Anwalt im TV“ und Ähnliches lachen musste, verging mir das an anderer Stelle wieder schnell, wenn Hitler von der „widernatürlichen Existenz Polens“ redete, vom „Endsieg“ oder den Juden, den „Parasiten im Körper anderer Völker“. Dadurch wird man regelmäßig daran erinnert, mit wem man es in diesem Buch zu tun hat und dass dieser Mensch keine Sympathien verdient hat, sondern ein Massenmörder mit einer absolut kranken Ideologie.
Man darf nie vergessen, dass dieses Buch aus der Sicht Hitlers geschrieben ist, der von dem, was er sagte und tat restlos überzeugt war. Dabei zeigt er sich dennoch als Mensch, und das ist etwas sehr Wichtiges: Adolf Hitler war, trotz oder gerade wegen seiner Taten, immer noch ein Mensch. Er war kein Monster, seine Verbrechen nicht unmenschlich, ganz im Gegenteil: Zu solchen Gräueltaten sind überhaupt nur Menschen fähig, und Hitler das Menschsein abzusprechen und ihn zu einem „Monster“ zu machen, würde ihn zu etwas von der Menschheit Losgelöstem machen, zu jemandem, gegen den man nichts unternehmen konnte, aber gerade das war nicht der Fall. Hitler die Alleinschuld für die NS-Zeit zuzuschieben, ist wie ein Leugnen der Tatsache, dass er einen enorm großen Rückhalt in der Bevölkerung hatte. In diesem Buch wird das nur allzu deutlich: Ohne weitreichende Unterstützung durch die Menschen hätte Hitler nichts erreicht. Um sechs Millionen Menschen zu ermorden, braucht ein einzelner Hilfe, andere Menschen, die bereit sind, ihm zu folgen und die Morde zu begehen … und um im Jahr 2011 deutschlandweit Fernsehkarriere zu machen, braucht Hitler Einschaltquoten und Menschen, die das, was er zu sagen hat, hören wollen, und die findet er zur Genüge …
Dabei wird deutlich, dass Adolf Hitler kein Wahnsinniger war, sondern im Gegenteil sehr intelligent und berechnend, dass er ganz genau wusste, was er sagen und tun musste, um an Einfluss zu kommen. Im Buch gibt es mehrfach Passagen, in denen Hitler auf unglaublich subtile Weise die Menschen manipuliert, bis sie ihm zustimmen und gar nicht merken, was er ihnen da eigentlich gerade als Wahrheit verkauft hat.
Gerade aus diesem Grund verlangt es auch vom Leser einen gewissen Bildungsgrad, um angesichts der perversen Logik Hitlers nicht zu denken „Er hat ja irgendwie recht …“. Man muss immer aufpassen, nicht unbewusst mit dem Kopf zu nicken, weil Hitler dadurch, dass er selbst an der Richtigkeit seiner Weltanschauung so vollständig überzeugt ist, sie nur allzu überzeugend wiedergeben kann.
Man muss bei der Lektüre dieses Buches immer mitdenken, sich konzentrieren und kritisch bleiben.

Ich vergebe vier Sterne. Einen Stern Abzug gibt es für die ein oder andere etwas ermüdende Stelle, wenn Hitler seitenlang abschweift und über seine Ideologie und politische Arbeit redet. Vieles davon war für mich nichts Neues und wurde, besonders gegen Ende, doch etwas anstrengend, vor allem, wenn man sich kopfschüttelnd fragt, wie man auf eine derart kranke Sichtweise auf die Dinge kommen kann.

Reblogged from bucheule:

The part of a book where the title actually starts to make sense.

Reblogged from Read a Book:

OMG!

True Story

Reblogged from Read a Book:

If I had a dollar for every time I felt more emotion for a fictional character than people in real life, I could pay for the psychiatric help I obviously need.

Reblogged from Read a Book:
Quelle: http://www.someecards.com/usercards/viewcard/MjAxMi04YWU2ZDc1NmM2MzI2NTY3

When I read a book and one of the most important and wonderful characters dies

Reblogged from Read a Book:

I wish I couldn't feel a damn thing

F**** dich, du A****l***

Ich bin Pazifistin. Ich bin gegen die Todesstrafe. Ich bin (meistens) ein netter Mensch und verzeihe vieles - aber wenn ich einen so fetten Spoiler dermaßen brutal ins Gesicht geschleudert bekomme wie gerade eben, dann gönne ich dem Verantwortlichen einen schmerzhaften, langsamen Tod.

Wegen diesem elenden Widerling könnte ich eigentlich gleich alle Bücher gegen die Wand werfen.

Ich könnte heulen. Tag versaut.

""I learned long ago that it is considered rude to vomit on your brother.""

G.R.R.Martin - A Song of Ice and Fire 01: A Game of Thrones


Nach nicht einmal 100 Seiten bin ich diesem Buch vollkommen verfallen.

Großartig. Einfach nur großartig.

Wie paralysiert.

Reblogged from Read a Book:
Dark Canopy - Jennifer Benkau

Inhalt:  Die Percents, für den dritten Weltkrieg geschaffene Soldaten, haben die Weltherrschaft übernommen und unterjochen die Menschen. Rebellenclans versuchen, außerhalb des Systems zu überleben. Mit ihnen kämpft die 20-jährige Joy gegen das Gewaltregime. Doch dann fällt sie dem Feind in die Hände und muss feststellen, dass sich auch unter den vermeintlichen Monstern Menschlichkeit findet. Und sogar noch mehr ...

(Quelle: Amazon.de)

 

Meinung:  Am Anfang, nach den Ersten paar Kapitel dachte ich, ich hätte hier eine Neuauflage "Tribute von Panem" von Suzanne Collins. Doch zum Glück hatte sich das ganz schnell gelegt und ich tauchte in eine ganz neue, andere Welt ein.

Dadurch hat sich auch mein Bild von Joy, der Hauptprotagonistin, geändert. Sie war mir zwar von Anfang an sympathisch doch das wurde einfach intensiver, als es mir endlich klick gemacht hatte, dass es keine Panem Neuauflage war denn davor, wegen diesen Gedanken, empfand ich sie nur als nervig und leicht arrogant. Eben gar nicht der Typ von Protagonist, den ich als Hauptcharakter sehe will in einem Buch.

 

Jedenfalls zog mich das Buch gleich von der ersten Seite - nein, vom ersten Satz an in seinem Bann. Ich merkte, wie es wollte, dass ich es lese. Das mag zwar jetzt eigenartig klingen, aber so war es einfach. Dieses Buch wollte, dass ich es lese.

Ich hatte gehört, dass es einen von den Gefühlen her durchspülen würde. Man würde sich leer danach fühlen ... Und so ergeht es mir auch gerade. Ich fühle mich leer innen drin, verstört und zutiefst traurig.

Ich möchte gerade eigentlich nur noch weinen, weil das Buch mir so an die Nieren ging. Und es kam so schleichend, dass ich es gar nicht glauben kann. Immer hatte ich Hoffnung, dass alles gut werden würde. Irgendwie würden die Charaktere für ihr Problem eine Lösung finden ...

Natürlich ist das Ende dieses Buches nicht das Ende, denn "Dark Canopy" ist der Erste von zwei Bänden, aber dennoch ... Ich muss jetzt bis 2013 warten, denn da soll der zweite Band erst erscheinen. Bis dahin heißt es für mich: Klarkommen mit diesen Gefühlen, der Hoffnung und mit der Schwere meines Herzens für Joy und Neél.

 

Es ist einfach unsagbar schwierig gerade für mich eine ordentliche Rezension zu schreiben, ... selbst wenn ich auf meine Notizen hier gucke kann ich sie gar nicht richtig einbringen. Es ist total konfus.


Ich möchte einfach nur jedem dieses Buch ans Herz legen.

Lest und liebt es, genau so wie ich.

"Graves ließ sich zurückfallen und kam neben mich. Ich hatte nicht mitbekommen, dass er zuhörte. Er sagte: "Mit dem Herzen und dem Verstand und allem, was wir sagen und tun", und berührte dabei mit der rechten Faust Brust, Stirn, Lippen und die geöffnete linke Hand. "Für das Recht auf Freiheit."
Ich musste schlucken.
"Kaum jemand kennt ihn heute noch", sagte Neél. "Aber wir finden, dass sich das ändern sollte."
"Ich versuche wirklich, euch zu verstehen", sagte ich, "ich versuche, beide Seiten zu verstehen, aber ..."
Es war schwer.
Neél lächelte mich an. "Tu das nicht. Wenn du beide Seiten verstehst, kann es kein gutes Ende für dich geben."
Er hatte recht, denn wenn es endete, würde eine Seite zwangsläufig das Nachsehen haben. Ich fragte mich, ob es ein gutes Ende für ihn geben konnte."
Dark Canopy - Jennifer Benkau

Seite 350