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hecate

Hecate

Hier sollte eigentlich ein schlauer, bedeutungsschwerer Spruch über die Weisheit des Lesens stehen, richtig?

Ich wollte lieber einen Witz reißen, aber mir fällt keiner ein. 

Viel Spaß beim Lesen mit kleinen Schwächen.

Die Flüsse von London  - Ben Aaronovitch, Karlheinz Dürr

Peter Grant, junger Police Constable in London, sieht sich nach einem Mord einer ganz neuen Seite der Stadt gegenüber: Geistern, Flussgöttern und Magie. Er wird als Zauberlehrling aufgenommen und muss sich fortan mit den übernatürlichen Verbrechern herumschlagen, mit denen die "normale" Polizei nicht fertig wird. Gar nicht so einfach, wenn auch hier die Bürokratie über allem lauert und rachsüchtige Geister Menschen zu grausigen Verbrechen anstiften.

 

Das Buch hat mich wunderbar unterhalten. Es war nicht ausgesprochen anspruchsvoll, zeugt aber von viel Fantasie seitens des Autors und überzeugte mich durch den Schreibstil, der vor trockenem Humor und Sarkasmus nur so trieft. An manchen Stellen könnte man vielleicht sagen, dass gerade das übertrieben wirkte, aber alles in allem gefiel es mir sehr gut und hat mich einige Male zum Lachen gebracht.

Ein Schwachpunkt sind seitenlange Beschreibungen von bekannten Orten in London und deren Geschichte, die teilweise etwas langatmig anmuten, aber das Lesevergnügen nicht groß beeinträchtigten.

Außerdem scheint das Buch sich manchmal nicht so recht entscheiden zu können, ob es nun ernstgenommen werden oder einfach nur lustig sein will. Manche Beschreibungen ernster Dinge sind zu lustig beschrieben, während es manches Mal doch recht düster wird.

Peter ist ein sympathischer Protagonist, der teils gegen seinen Willen in den Schlamassel gezogen wird und sich teils durch schusseliges Verhalten selbst hineinmaneuvriert.

Ich bin gespannt, die Fortsetzungsbände zu lesen.

Von mir bekommt das Buch vier Sterne für lockere Unterhaltung und ist für alle Fans von Urban Fantasy zu empfehlen, die ein wenig lachen wollen, dabei aber auch die ein oder andere etwas blutigere Szene ertragen.